Wir schaffen bezahlbaren Wohnraum!

2009 beschloss der Kölner Stadtrat, das rund 32.000 qm große städtische Gelände zwischen dem Kalscheurer Weg und der Indianersiedlung im Rahmen einer Flächennutzungsplanänderung zur einen Hälfte als Wohnbaufläche und zur anderen Hälfte als Grünfläche auszuweisen. Diese beiden überwiegend grünen Flächen werden schon seit langem von den Siedlungsbewohnern gemeinschaftlich genutzt. Dort befindet sich auch die grüne, soziale Mitte der Indianersiedlung – die sogenannte Festkoppel. Um eine funktionierende Siedlung zu bleiben, haben wir beschlossen, selbst auf der Wohnbaufläche Sozialwohnungen zu bauen.

Wir wollen ein Zeichen setzen, dass es auch anders geht!
Deshalb haben wir im November 2017 die Mietergenossenschaft Kalscheurer Weg eG gegründet und zusammen mit einem Arbeitskreis das Wohnprojekt „Integrative Quartierserweiterung der Indianersiedlung“ entwickelt. Uns geht es nicht um Gewinnmaximierung und Investorenrendite, sondern darum, sozialen und inklusiven Wohnraum zu schaffen. Mit diesem Konzept konnten wir auch die Politik überzeugen. Der Liegenschaftsausschuss des Rates der Stadt Köln hat einstimmig beschlossen, das Liegenschaftsamt mit der Direktvergabe des Grundstücks an die Mietergenossenschaft Kalscheurer Weg zu beauftragen.

Diese Chance wollen wir nutzen, um eine Siedlung im Grünen für diejenigen zu bauen, die auf dem Wohnungsmarkt besonders benachteiligt sind. Wir planen sechzehn Häuser (zwei Geschosse mit Staffelgeschoss) in acht verschiedenen Haustypen mit 110 unterschiedlich großen Wohnungen. Sie erfüllen alle die Voraussetzungen für ökologisches Bauen und werden zu 100% im Rahmen des Sozialen Wohnungsbaus errichtet. Das Projekt wird gemeinsam mit künftigen Bewohnern weiterentwickelt und umgesetzt.